2 - Das Markuszentrum hat sich verändert
Seit Ostern 1997 ist der Beton der Altar- und Kanzelwand bemalt. Seit Ostern 1997 fällt die morgendliche Sonne durch buntverglaste Fenster in unseren Gottesdienstraum. Die Farben der Fenster spielen mit den Farben eines verschlungenen und gewundenen Kreuzes. Dieses Kreuz hat dennoch eine klare Struktur. Es ist durchbrochen von der Farbe "Weiß" und öffnet sich so den Gedanken der Menschen, die es betrachten. Das Spiel des Lichtes läßt keinen unberührt, der nun den Gottesdienstraum betritt. Licht ist das eigentliche Thema der künstlerischen Gestaltung der Wände und Fenster. "Es werde Licht... (Weg des göttlichen Lichtes), Auftreffen des Lichtes auf das Element Wasser und das Element Erde. Das Licht dringt ein, nimmt Besitz von dieser Wand und unserem Hiersein und Leben." So formuliert Diether F. Domes seine Gedanken zur Gestaltung des Markuszentrums.
Ich kann mich in seiner Malerei verlieren. Die wenigen Deutungen, die der Künstler selbst gibt, machen mich frei, eigene Gedanken zu entwickeln und verschiedene Bibeltexte fallen mir ein, wenn ich in dem Raum sitze und nachdenke.
Ich möchte Sie einladen zum Nachdenken, sich zu verlieren in dieser Malerei, die dem Raum eine neue Mitte gegeben hat. Die Mitte des Raumes ist nun der Altartisch geworden, der die aufgeschlagene Bibel trägt. Die Worte, die darin überliefert sind, wollen zur Mitte auch unseres Lebens werden.
Zum Schluß:
Der Raum ist noch nicht ganz fertiggestellt. Der Künstler Diether F.Domes stiftet uns noch einen Entwurf für ein Kanzelparament, also ein Tuch, das die liturgischen Farben des Kirchenjahres widerspiegelt und zugleich das Kunstwerk, dann bestehend aus Wandmalerei, Tuch und Glas, abrunden wird. Wir planen es in einem Gottesdienst unter seiner Anwesenheit im Laufe des Jahres der Gemeinde vorzustellen. Zudem sind Überlegungen im Gange, dem Raum durch Aufhellen der Decke zusätzliche Weite zu geben.
Dittmar Schütt