2 - Zum Jahresthema - "Weil wir von Hoffnung leben - einen Schritt miteinander gehen"
Hoffnung ist immer bedroht. Gegen unsere Hoffnung spricht ein Blick in die Welt um uns herum. Was wir dort mit offenen Augen sehen, schafft Zweifel, weckt Angst, läßt zumindest Befürchtungen entstehen, macht die Skeptiker und Pessimisten stark. Unsere Lebensmöglichkeiten auf dieser Erde nehmen eher ab als zu. Ob es um die Luft oder das Wasser geht, ob wir uns um Klimaveränderungen oder den Zustand der Böden sorgen, ob wir nach der Verteilung der Nahrungsmittel oder weltweiter Gerechtigkeit durch die Verteilung von Produktionsmitteln fragen, ob wir nach Frieden für die Welt fragen oder im Hinblick auf alle diese Problemzonen nach einem Weltethos über die Grenzen der Weltreligionen hinweg suchen, immer werden die sogenannten "Realisten" behaupten, für Hoffnung gebe es nun nicht den geringsten Anlaß ... Genau hier könnten wir als Christen und Christinnen mit ihnen in die Auseinandersetzung gehen. Wir glauben, daß das Reich Gottes - und das meint die Erlösung der ganzen Schöpfung - das Ziel unseres und der Geschichte ist. Das ist die Realität, auf die wir zugehen, und die deshalb unsere Hoffnung ist.
Hoffnung wollen wir miteinander einüben, unserer Hoffnung wollen wir Ausdruck geben, wenn wir "Schritte miteinander gehen". Die ersten Schritte im Rahmen des Jahresthemas waren Gottesdienst und Liturgische Nacht, wie wir sie im Herbst des vergangenen Jahres gefeiert haben. Inzwischen haben etliche Gruppen ihre Gedanken vertieft und weitergetragen oder für die kommenden Monate Gesprächsabende und Aktivitäten geplant: der Frauenkreis, die Jugendarbeit, die Männergruppe, der Aussiedler-Freundeskreis - und andere werden wohl noch folgen.
Beschließen werden wir das Jahresthema mit dem Erntedankwochenende 3. bis 5. Oktober 1997. Am Freitagabend ein Jugendgottesdienst, den vor allem unsere Jugend-Band und der Mosaik-Chor mitgestalten werden; am Samstagnachmittag dann eine Präsentation von Ergebnissen, Aktivitäten für Kinder, Gesprächs-möglichkeiten ... Der Abschluß dann am Sonntag mit dem Familiengottesdienst zum Erntedankfest.
E. Eichholz / K. Hahn